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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 773 mal aufgerufen
 Allgemeines
Verji Offline

Igelgott


Beiträge: 1.155

05.08.2013 22:05
Fakten zur Zucht Zitat · antworten

Da Nadine & ich nun schon öfter gefragt wurden, warum wir auf unserer HP nichts zum Thema Zucht haben, haben wir uns überlegt, ein bisschen was darüber zu schreiben.
Allerdings wollen wir keine Anleitung zur Zucht, sondern die Anforderungen & Risiken aufzeigen - in der Hoffnung, dass es sich manche doch noch mal überlegen bzw nicht einfach wild drauf los verpaaren sondern sich erst intensiv mit dem Thema auseinandersetzen.

Ich persönlich kenn mich mit dem Thema Zucht nicht aus, deshalb kann ich nur spekulieren bzw wiedergeben, was ich von euch (den erfahrenen Züchtern hier) gelesen habe.
Deshalb würde ich euch gerne um Rat fragen, welche Punkte man noch beachten soll bzw welche Risiken es noch gibt.

Zurzeit haben wir bei Anforderungen:
- Erfahrung/Wissen (u.a. auch Genetik)
- Stammbaum
- Platz
- Geld (Tierarztkosten bei Komplikationen, extra Zubehör, zusätzliche laufende Kosten,..)

& bei Risiken:
- Gesundheitliche Risiken der Igelmama
- zu wenig verantwortungsbewusste Interessenten
- Nachwuchs landet in schlechter Haltung/Ebay Kleinanzeigen

Fällt euch noch was dazu ein?

Lg Verena

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Infopage über die Anschaffung & Haltung der Weißbauchigel ->

yvonne Offline

Igelkenner


Beiträge: 711

05.08.2013 22:19
#2 RE: Fakten zur Zucht Zitat · antworten

Bei Risiken vielleicht noch das es ja auch passieren kann, das Babys gefressen werden könnten?

Liebe Grüße yvonne

Verji Offline

Igelgott


Beiträge: 1.155

05.08.2013 22:26
#3 RE: Fakten zur Zucht Zitat · antworten

Ach jaa..
Danke für den Tipp!

Lg Verena

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Infopage über die Anschaffung & Haltung der Weißbauchigel ->

FanjaP Offline

Igelgott


Beiträge: 1.463

05.08.2013 23:25
#4 RE: Fakten zur Zucht Zitat · antworten

Also ich finde jetzt ebay Kleinanzeigen nicht durchweg schlecht
Hatte da auch schon mal inseriert. Sind ja nun nicht alle anzeigen wo 5 Igel in Mini Aquarien gehalten werden oder so.

Komplikationen bei der Geburt, feststecken der Jungtiere.
Zu spätes erkennen von GebärmutterEntzündungen - evtl versterben der Mutter
Nicht Annahme der Jungtiere - evtl Ammen. Dadurch aber auch gleichzeitig mehrere würfe und mehr Jungtiere die gut untergebracht werden wollen.

Liebe Grüße, Anja


Anne Offline

Stachelige Chaos-Tante


Beiträge: 7.499

06.08.2013 10:33
#5 RE: Fakten zur Zucht Zitat · antworten

Bei dem Punkt Erfahrung und Wissen sollte man auf jeden Fall genau begründen, warum das so wichtig ist. Viele sehen das nicht wirklich ein. Als "Züchter" sollte man in der Lage sein, zukünftigen Igelhaltern ihre Fragen zu beantworten und zwar alle und die auch richtig. Ausserdem sollte man den Interessenten vor und nach der Anschaffung mehr oder weniger 24 Stunden am Tag bei Problemen zur Verfügung stehen. Diesen Zeitaufwand und die Verantwortung sollte man nicht unterschätzen. Fast jeder Igelhalter ruft den Züchter an, bevor er mit dem Igel zum Tierarzt rennt und ich finde das gut so. Allerdings muss man eben die Erfahrung haben, die Situation zu beurteilen.


Gerade bei Komplikationen ist es sehr wichtig sein Igelchen zu kennen, um eventuell frühzeitig z.B. eine Gebärmutterentzündung oder ähnliches zu erkennen. Bei Tieren, die einem nicht vertraut sind, fallen einem Verhaltensänderungen natürlich nicht auf. Auch wenn man mal ins Nest schauen will, ist es wichtig, dass das Tier einem vertraut und nicht zu sehr gestresst wird.

Komplikationen kann es jede Menge geben.
Das Risiko für die Mutter ist immer gegeben:
Neben Gebärmutterentzündung und feststeckendem Jungtier, kann es z.B. auch zur Vergiftung durch tote Jungtiere in der Gebärmutter kommen. Es gibt sogar Igelmütter die sich in ihrer Fürsorge für die Kinder so aufopfern, dass sie sich selbst in Gefahr bringen. Wenn sie dann noch viele Babies haben, kann es passieren, dass sie nach der Aufzucht wirklich einfach tot umfallen oder zumindest nie mehr, das gesunde fitte Igelmädchen werden, dass sie mal waren. Sozusagen eine einjährige Oma hat man dann.

Wirklich schlimm ist auch, wenn die Mama die Babies frisst oder wenn man gesunde Babies hat und die Mama sich nicht kümmert oder stirbt. Hat man keine Amme, haben die kleinen Zwerge keine Chance. Eine Handaufzucht in den ersten Tagen ist so gut wie unmöglich.

Platzprobleme sind auch ein Risiko.
Schnell hat man mal drei kleine Jungens, die nicht direkt einen Interessenten finden und mit drei Monaten anfangen sich zu zanken. Die müsste man dann trennen und da braucht man enorm viel Platz.

Hier gibt es doch auch irgendwo einen thread zum Thema Risiko bei Verpaarungen oder war das in einem anderen Forum.

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„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“ Antoine de Saint-Exupery

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