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 INFO : Steckbrief Streifentanreks
Admin ( gelöscht )
Beiträge:

22.03.2009 21:30
INFO : Steckbrief : Streifentanreks Thread geschlossen
Die Hochland / Tiefland Streifentanreks
Hemicentetes nigriceps / Hemicentetes semispinosus


Englisch : Lowland Streaked Tenrec
Französisch : Hemicentète à bandes, Tanrec strié


1. Die Taxonomie

Unterklasse : Eutheria (höhere Säugetiere)
Klasse : Laurasiatheria
Odnung : Afrosoricida (Tenrekartige)
Familie : Tenrecidae (Tanreks oder Tenreks)
Unterfamilie : Tenrecinae (Borstenigel)
Gattung : Hemicentetes (Halbborstenigel)


2. Vorkommen und Lebensweise

Die Heimat des Streifentanreks ist Ost-Madagaskar. Als Lebensraum dienen feuchte Gebiete, Wälder, Buschland und Waldränder. Dabei kann man den Streifentanrek in bis zu 1000 m Höhe finden.

Halbborstenigel sind nachtaktiv. Den Tag verbringen sie in 20 - 50 cm langen Tunneln, die nur ganz knapp unter der Erdoberfläche angelegt werden. Sie leben meistens in Gruppen, die aus ein bis zwei Erwachsenen und mehreren Jungtieren bestehen.

Halbborstenigel haben eine erfolgreiche Abwehrmethode entwickelt : Wenn das Tier bedroht ist wird der Körper steif gestreckt und die Kopfstacheln aufgerichtet. Dabei wirft das Tier plötzlich seinen Kopf hoch und macht gleichzeitig einen Sprung mit den Vorderbeinen. Durch diesen Sprung wird der Körper mit einem Ruck nach vorn geworfen. Gleichzeitig stößt das Tier einen schrillen, kurzen Schrei aus, den er mit jedem Sprung wiederholt. Fünf bis sechs solcher Sprünge kann das Tier hintereinander ausführen. Die kurzen, nur etwa 0,5 bis 1 cm langen Nackenstacheln haben Widerhaken und fallen leicht aus. Durch die abrupte Kopfbewegung dringen diese Stacheln tief in die z.B. menschliche Haut ein. Diese sind dann schwer zu entfernen und verursachen Verletzungen, die sich entzünden. Halbborstenigel versuchen allerdings nie zu beißen.

Halbborstenigel haben die Fähigkeit zur Echoortung. In der Mitte des Rückens beider Geschlechter befindet sich ein Bereich, in dem die Stacheln dicker sind als die anderen. Wenn ein Tier sehr erregt ist, z.B. bei Fressen oder bei der Verteidigung, reibt das Tier diese Stacheln ruckartig aneinander. Die Geräusche die dabei erzeugt werden scheinen auch ein sehr wichtiges Verständigungsmittel zwischen Mutter und Junge zu sein.


3. Daten & Fakten

Die wichtigsten Infos zum Streifentanrek sind hier in Stichpunkten aufgeführt. Streifentanreks kommen in ihrem natürlichen Habitat häufig vor und gelten nicht als bedroht.

Zum Erscheinungsbild :

* Größe : 16 - 19 cm
* Gewicht : 80 - 200 g
* Lebenserwartung in der Heimtierhaltung : maximal 3 Jahre

* Grundfarbe schwarz mit orangebraunem Streifen vom Kopf bis über den Rücken
* verkümmerter Schwanz
* lange Tasthaare an Schnauze, Augen und Rücken

Zur Fortpflanzung :

* Paarungzeit : Frühling
* Geburten : regulär zwischen November und März
* Tragzeit : etwa 55 - 63 Tage
* Wurfgröße : 2 - 11 Junge / durchschnittlich etwa 7 Jungtiere
* Geschlechtsreife : wird bereits mit 5 Wochen erreicht


4. Die Ernährung des Streifentanreks

Am liebsten verzehren Halbborstenigel Regenwürmer. Aber auch Nacktschnecken, Insekten und andere weichhäutige Wirbellose die auf dem Boden leben erbeuten sie. Häufig nach der Mahlzeit erbrechen sie, nehmen aber die erbrochenen Stückchen Würmer oder Fleisch sofort wieder zu sich.

Auf der nächtlichen Nahrungssuche laufen die Tiere schnüffelnd zwischen den Pflanzen umher und untersuchen mit ihrer langen Nasen vor allem den Erdboden. Wenn sie dort etwas Genießbares wittern, stoßen sie die Nasen sofort in die Erde, graben mit den Vorderfüßen, ergreifen die Beute mit dem Mund und ziehen es heraus.


Dieser Steckbrief wurde erstellt von Andrea Bartsch
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